Vorhang auf!
Unsere neue Website ist live – und so haben wir sie gebaut
Kein US-Hosting, kein Cookie-Banner, ein Chatbot, der zugeben kann, dass er etwas nicht weiß. Ein Blick hinter die neue condu.co – und darauf, wie wir grundsätzlich arbeiten.

Klar, jede Agentur findet ihre eigene Website großartig. Wir schreiben trotzdem darüber – weil diese Seite zeigt, wie wir bauen, wenn uns niemand reinredet. Alles, was wir Unternehmen, Behörden und Startups empfehlen, haben wir hier selbst umgesetzt. Wenn du wissen willst, was wir mit digitaler Souveränität meinen: Du benutzt sie gerade.
Ein Repo, ein Prozess, alles in Europa
Wir hätten die Website klassisch schneiden können: Headless-CMS hier, Frontend da, eine API dazwischen. Haben wir nicht. Next.js und das Open-Source-CMS Payload laufen bei uns als eine einzige Anwendung – ein Repository, ein Prozess, nichts, das separat gepflegt, abgesichert und bezahlt werden will. Das Ganze läuft als Container auf unseren eigenen Servern bei einem deutschen Hoster. Kein Vercel, kein US-CDN. Selbst die Schriften kommen von uns und nicht von Google.
Inhaltlich ist die Seite ein Baukasten: 28 Bausteine, aus denen unsere Redaktion Seiten zusammensetzt – Hero, Prozess-Schritte, Vergleichstabellen, Kennzahlen, Fallstudien. Eine neue Seite braucht kein Ticket an die Entwicklung. Und weil wir es selbst täglich nutzen: Inhalte lassen sich bei uns intern auch über das Model Context Protocol pflegen, Claude Code kann Seiten direkt lesen und bearbeiten. In Produktion ist dieser Zugang standardmäßig aus.
Kein Cookie-Banner. Wirklich nicht.
Das Erste, was dir vielleicht auffällt, ist etwas, das fehlt. Es gibt kein Cookie-Banner – nicht, weil wir eines verstecken, sondern weil es nichts gibt, dem du zustimmen müsstest. Unsere Besucherstatistik läuft über eine selbst gehostete Open-Source-Lösung, die nichts auf deinem Gerät ablegt und nichts von dort ausliest. Damit greift § 25 TDDDG schlicht nicht.
Wo wir tatsächlich eine Einwilligung brauchen, fragen wir genau dort, wo sie anfällt: direkt am eingebetteten YouTube-Video oder Spotify-Player. Erst wenn du zustimmst, wird geladen. Und dahinter sitzt als zweites Netz eine strikte Content-Security-Policy, die festlegt, was überhaupt geladen werden kann. Datenschutz ist bei uns kein Banner. Er steckt in der Architektur.
Ein Chatbot, der „weiß ich nicht" sagen kann
Unten rechts wohnt ein Chatbot auf Basis von conduco AI. Sein wichtigstes Feature klingt erst mal unspektakulär: Er weiß nichts – außer dem, was auf dieser Website steht. Jede Antwort kommt aus einer Suche über unsere eigenen Inhalte. Steht etwas nicht drin, sagt er genau das und schlägt vor, dass du uns direkt schreibst. Kein Erfinden, kein Drumherumreden. Du brauchst kein Konto, und wir messen nur, wie Gespräche verlaufen – nie, worüber.
Und an einer Stelle haben wir uns bewusst gegen KI entschieden
Die Seite gibt es auf Deutsch, Englisch und Niederländisch. Wir sitzen im Westmünsterland, die Grenze ist ein Katzensprung – für uns ist das kein Extra, sondern Alltag.
Übersetzt wird per Knopfdruck mit DeepL. Ja, richtig gelesen: nicht mit einem Sprachmodell. Ein spezialisiertes Übersetzungsmodell kann strukturell keine Zahlen oder Zusagen dazuerfinden – ein Sprachmodell hält sich nur so lange daran, wie der Prompt hält. Gespeichert wird ohnehin erst, wenn ein Mensch draufgeschaut hat. Ausgerechnet wir, die generative KI bauen und unterrichten? Genau deshalb. KI ist für uns eine Werkzeugfrage, keine Glaubensfrage.
Kleine Anekdote am Rande: Ohne unser Glossar würde aus „conduco" in der englischen Fassung „I lead". Das Wort ist Latein, und Übersetzungsmaschinen sind gründlich.
Wie wir arbeiten
Im Repository der Website liegt ein schriftlicher Design- und Arbeitsvertrag, gegen den entwickelt wird. Farben gibt es nur aus einer zentralen Token-Datei. Jede Animation muss einen Job haben. Jede Komponente wird zuerst fürs Smartphone gebaut, dann für den großen Bildschirm. Fehlt ein Text, erfinden wir keinen Platzhalter, sondern fragen nach. Und bevor irgendetwas live geht, läuft eine Prüfkette aus Typprüfung, statischer Analyse und automatisierten Tests – vom einzelnen Baustein bis zum Klickpfad im echten Browser.
Braucht eine Unternehmenswebsite das alles? Vermutlich nicht. Aber so bauen wir eben. Bei uns genauso wie bei den Plattformen für unsere Kunden.
Du planst eine Website oder Plattform und willst sie souverän betreiben – ohne Cloud-Abhängigkeiten, ohne Banner-Zirkus, mit KI da, wo sie wirklich hilft? Schreib uns. Wir zeigen dir gern, wie das für dein Projekt aussehen kann.


